Warum Märchen?

Märchen sind Nahrung für die Seele. Wer Märchen hört, schafft sich seine eigenen Bilder und wird dadurch innerlich aktiv, regsam und lebendig. Die Phantasie lässt sich wie ein Muskel trainieren und aufbauen, wenn sie durch Märchen angeregt wird, eigene Bilder zu gestalten.

Diese Kreativität, die sich durch das Hören von Märchen entwickelt, wandelt sich im Leben zu einer Kraft, die uns ermöglicht unsere Lebensaufgaben ganz anders zu meistern.

In den Märchen erleben wir eine Wahrheit, die genauso wahr ist wie alles, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Das unsichtbare wird durch Märchen erlebbar.

Auch die Erzählenden arbeiten mit dem Unsichtbaren. Einmal durch die Worte und Bilder, und dann durch eine erfüllte Stille, in der das Erzählte nachklingt und den Raum erfüllt.

Damit ist die höchste Anforderung an eine Erzählung, wie authentisch sie mit all ihren Stimmungen und Bildern von den Erzählenden erlebt und an die Zuhörenden weitergegeben wird.

 

Persönlicher Hintergrund

Zitate zu Märchen

2 Antworten auf Warum Märchen?

  • Ich finde Märchen eine wunderbare Form alles, was in und um uns in der Welt ist, einschließlich uns selbst erlebbar zu machen und miteinander in Kontakt zu bringen, und ich freue mich um so mehr, dass sie wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen, in den Schulen, Kitas, Krankenhäusern, hoffentlich auch in den Familien und auch in den Pflegeeinrichtungen unserer ältesten lebenden Generation.
    Ich finde auch, dass ich nicht genug lernen kann, sie auf unterschiedlichste Weise zu nutzen, um ihren Zauber wirken zu lassen und Menschen auf verschiedenste Weise zu erreichen, sie miteinander und der Welt um sie herum in Kontakt zu bringen, auch wenn sie mir wie gerade oder schon wie aus ihr haeraus gefallen erscheinen.
    Ich finde Märchen insbesondere als Lösungsfinder eine wunderbare Stütze, ein Medium, dass doch aus uns Menschen kommt, erfinderisch im Umgang mit scheinbarer Ausweglosigkeit und kreativ beim Entwickeln von Lösungesstrategien. Die vielgestaltigen Helfer, die es in den Märchen dafür gibt, gibt es ebenso vielgestaltig in und um uns herum. Wir müssen nur wieder lernen, sie zu sehen …(vielleicht dann eher außerhalb von Internet und Smartphone?). Dafür verwende ich sie gerne auch in meiner Arbeit als Supervisorin und Coach sowie als Stresstherapeutin. Mein Arbeitsmaterial ist zahlreich schon da und Dank an jene, die es so beharrlich pflegen, zum Beispiel in diesen Seminaren, von denn ich eines schon erleben konnte.

  • Sehr geehrter Herr von Loeper,
    Sie waren von Petra Horter für einen Erzählkurs engagiert. Ich selber habe den Stuttgarter Märchenkreis vor ihr geleitet, und ich gebe auch Kurse im Märchenerzählen. Da interessiert es mich natürlich immer, was andere Dozenten unter Märchen verstehen. Auf meiner Homepage stelle ich meine Meinung unter dem Link “Märchendeutung” zur Verfügung. Sie geben nicht so viel von Ihrer Überzeugung preis – sind für Sie Rudolf Meyer, Friedel Lenz, Rudolf Geiger Vorbild, oder vertreten Sie eher die Ansicht, daß die Drei auch nur Einzelne unter vielen gleichberechtigten Deutern sind?
    Mit freundlichen Grüßen von
    Frank Jentzsch

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